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Schachfreunde blitzen erfolgreich
Bericht nach Angaben von Andreas Breier und Ilja SchneiderEinen hervorragenden dritten Platz erreichte die Mannschaft der Schachfreunde Berlin bei der Norddeutschen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft in Hamburg am 11. März in Hamburg. Nach 28 Runden mussten Ilja Schneider, Andreas Breier, Jan Wendt und Dragolje Babic nur dem SK König Tegel und dem HSK den Vortritt lassen. Mit dem Treppchenplatz haben sich die Schachfreunde für die Deutsche Meisterschaft am 23. Juni in Rinteln qualifiziert.
Zu Beginn gab es etwas Stress, da Jan nicht aufgetaucht ist (er war schon seit Freitag in Hamburg). Die erste Runde begann ziemlich pünktlich und Jan war nicht da! Ilja versuchte noch schnell, ihn anzurufen, was Turnierleiter Jürgen Kohlstädt bemerkte und meinte, seine Partie sei verloren, da die Runde schon freigegeben worden sei! Aber er drückte dann aber ein Auge zu und ließ Ilja doch spielen. Jan tauchte dann drei Minuten nach Rundenbeginn auf. Da sein Gegner ebenfalls fehlte, gewann er sogar kampflos!
Nach diesem aufregenden Beginn spielten wir schon in der zweiten Runde gegen Kreuzberg. Hier kam es zu einem etwas unglücklichen 2-2. Ilja gewinnt mit Schwarz gegen Figura, Andreas verliert mit Weiß gegen Schilow. Dabei stand er nach eigenen Angaben klar auf Gewinn und hat leider das Matt nicht gefunden und auch keines der unzähligen Dauerschachs gespielt (da wir zu diesem Zeitpunkt noch keine 2 Punkte hatten). In einem gewonnenen Endspielt fehlte dann die Zeit ...
Noch vor der Pause spielten wir dann gegen Tegel. Auch hier war das 1,5-2,5 eher unglücklich. Jan verlor mit Weiß gegen Mladen Muse. Die anderen drei Partien gingen Remis aus, wobei Andreas im Endspiel gegen Drazen Muse einen glatten Mehrbauern und die bessere Bauernstruktur hatte.
Danach drehten die Schachfreunde aber richtig auf! Ilja spielte laut Andreas Breier wie ein Gott - bis zur Hälfte des Turniers hatte er nur das Remis mit Schwarz gegen Rabiega abgegeben! Für Ilja hingegen war Babic der Schachgott, konnte er doch keine Partie von Drago verfolgen, da dieser immer schon gewonnen hatte, bevor Ilja seine Partie beenden konnte. Auch Andi kam sehr gut in Fahrt und hatte eine Serie von 11,5/12 gegen gar nicht so schlechte Gegner.
Nachdem Tegel (mit Rabiega, M. Muse, D. Muse, Sarbok) gegen Kreuzberg (Figura, Kalinitschew, Schilow, Lehmann) verloren und gegen den HSK (Heinemann, van Delft, Sievers, Bach) unentschieden gespielt hatte, waren wir gleich auf mit Tegel und hatten vier Punkte Vorsprung vor HSK.
Eigentlich eine hervorragende Ausgangsposition. Statt eines spannenden Schlusskampfes folgte jedoch ein dramatischer Einbruch. Das lag vor allem daran, dass Ilja und Andi eine grausame Schwächeperiode hatten.
Dies begann mit einem 2-2 gegen Norderstedt, bei dem Andreas gegen Oliver Z. mit zwei glatte Mehrbauern und klar besser Stellung eine ganze Figur einstellte - für nichts. Dies führte schließlich zu einem Endspiel mit Läufer + Randbauer gegen drei Bauern, wobei Z. den "falschen" Läufer hatte. Andresas bot daher mit 25 Sekunden auf der Uhr Remis. Das lehnte Z. ab. Nachdem er die drei Bauern abgeholt und Andi schon 20 mal zwischen a1 und b1 hin und her gezogen hatte, bot der Schachfreund nochmal Remis. Das lehnte Z. wieder ab. So kann man sich in Menschen täuschen.
Dieser bittere Punktverlust hat den Schachfreunden irgendwie das Genick gebrochen, da Tegel damit quasi durch war. Die Spannung war auch etwas raus, da wir immer noch drei Punkte vor HSK waren und von der Partieform keine überragenden Gegner mehr hatten.Doch gleich nach diesem Unentschieden setzte es eine 1-3 Niederlage gegen SF Hamburg. Wir hatten also plötzlich nur noch einen Punkt Vorsprung vor dem HSK. Wieder eine Runde später gab es eine Niederlage gegen Oberschöneweide. Beim Stand von 1-1 (Drago gewinnt, Jan verliert) hatte Andi ein Turmendspiel mit Mehrbauern. Er fand leider keinen klaren Gewinn und bei ablaufender Uhr war er laut eigener Aussage "so naiv", klare Remiswege zu verschmähen und schließlich mit wenigen Sekunden auf der Uhr sogar noch nach Stellung zu verlieren! Ilja versuchte gegen Rosenthal zwar noch alles, musste aber irgendwann doch ins Remis einwilligen.
Damit war es dann gelaufen, da der HSK gleichzeitig gegen Kreuzberg gewann und keinen ersthaften Gegner mehr hatte. Wir gaben sogar noch zwei völlig unnötige Unentschieden gegen Delmenhorst und Hameln ab. Allerdings spielten die Ergebnisse der letzten drei Runden dann überhaupt keine Rolle mehr, da weder nach oben noch nach unten irgendetwas passieren konnte.
| Runde | Gegner | Ilja Schneider | Jan Wendt | Andreas Breier | Dragolje Babic | Ergebnis |
| 1 | Meerbauer Kiel | 1 | + | 1 | = | 3,5-0,5 |
| 2 | Kreuzberg | 1 | = | 0 | = | 2-2 |
| 3 | Schwarzenbeck | 1 | 0 | = | 1 | 2,5-1,5 |
| 4 | Vahr | 1 | 1 | 1 | 1 | 4-0 |
| 5 | Neubrandenburg | 1 | 1 | 1 | 1 | 4-0 |
| 6 | Tegel | = | 0 | = | = | 1,5-2,5 |
| 7 | Zehlendorf | 1 | + | 0 | 1 | 3-1 |
| 8 | Senftenberg | 1 | 0 | 1 | 1 | 3-1 |
| 9 | Salzgitter | 1 | 0 | 1 | 1 | 3-1 |
| 10 | Cottbus | 1 | 1 | 1 | = | 3,5-0,5 |
| 11 | Rehberge | 1 | 0 | 1 | 1 | 3-1 |
| 12 | Barmbek | 1 | 1 | 1 | 1 | 4-0 |
| 13 | Greifswald | = | 1 | 1 | 1 | 3,5-0,5 |
| 14 | HSK Hamburg | 1 | 0 | = | 1 | 2,5-1,5 |
| 15 | Lübeck | 1 | 0 | 1 | 1 | 3-1 |
| 16 | Potsdam | 0 | 1 | 1 | 1 | 3-1 |
| 17 | Neukloster | 1 | 1 | 1 | 1 | 4-0 |
| 18 | Göttingen | 0 | 1 | 1 | 1 | 3-1 |
| 19 | spielfrei | x | x | x | x | x |
| 20 | Eppendorf | 1 | 1 | 1 | 1 | 4-0 |
| 21 | Norderstedt | 1 | 0 | 0 | 1 | 2-2 |
| 22 | Eidelstedt | 1 | 0 | 1 | 1 | 3-1 |
| 23 | SF Hamburg | 0 | 1 | 0 | 0 | 1-3 |
| 24 | Oberschöneweide | = | 0 | 0 | 1 | 1,5-2,5 |
| 25 | Neumünster | 1 | 1 | 1 | 1 | 4-0 |
| 26 | Fürstenwalde | 1 | 1 | 1 | 1 | 4-0 |
| 27 | Delmenhorst | 0 | 1 | 1 | 0 | 2-2 |
| 28 | HSK Hannover | = | 1 | 1 | 1 | 3,5-0,5 |
| 29 | Hameln | 0 | 1 | 0 | 1 | 2-2 |
| 21 Punkte | 17,5 Punkte | 21,5 Punkte | 24 Punkte |
Die Abschlusstabelle gibt es hier .
Autor: ny -- 10.7.2007 21:47:03
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